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| Geschrieben von Philip Hamilton - 27.09.2026, 20:36 |
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But did you see the flares in the sky? Were you blinded by the light? Did you feel the smoke in your eyes? Did you see the sparks filled with hope? You are not alone, 'cause someone's out there, sending out flares gesucht Becca Hamilton Du bist die Älteste. Herzlichen Glückwunsch dazu – ausgesucht hast du dir den Posten schließlich nicht. Gebracht hat er dir vor allem eine Kindheit, die deutlich früher vorbei war, als sie es eigentlich hätte sein sollen. Ihr seid in ärmlichen Verhältnissen in der South Side Chicagos großgeworden, in einem Haushalt, in dem Geld grundsätzlich zu knapp und Verlässlichkeit eher ein Fremdwort war. Wenn am Ende des Monats kaum noch etwas im Kühlschrank lag, löste sich das Problem schließlich nicht dadurch, dass man lange genug hineinstarrte. Vermutlich kannst du deshalb so gut improvisieren. Nudeln kann man strecken und Rechnungen ein paar Tage liegen lassen. Während andere Jugendliche darüber diskutierten, wie lange sie abends wegbleiben durften, hast du eher überlegt, ob die Jüngeren ihre Hausaufgaben gemacht hatten und morgen irgendetwas für die Schule brauchten. Du hast gekocht, an Termine erinnert, Streit geschlichtet und versucht, wenigstens ein bisschen Ordnung in ein Haus zu bringen, das sich mit erstaunlicher Hartnäckigkeit dagegen gewehrt hat. Irgendwann hast du wohl einfach aufgehört darauf zu warten, dass einer der Erwachsenen seinen Job macht. Dass du dadurch einen gewissen Hang zum Herumkommandieren entwickelt hast? Geschenkt. Irgendwer musste schließlich Ansagen machen und leider hat dir anschließend niemand mitgeteilt, dass du damit irgendwann wieder aufhören darfst. Du kümmerst dich bis heute. Nur eben auf deine ganz eigene Art. Besonders sanft ist die selten. Du fragst nicht dreimal nach, ob jemand vielleicht eventuell deine Hilfe gebrauchen könnte. Du siehst das Problem, verdrehst die Augen und kümmerst dich darum. Natürlich nicht, ohne deinem Gegenüber vorher ausführlich mitzuteilen, wie beeindruckend vermeidbar die gesamte Situation gewesen wäre. Du kannst herrisch sein, besserwisserisch und besitzt eine geradezu unverschämte Begabung dafür, dich in Dinge einzumischen, die dich angeblich nichts angehen. Nur wenn es um dich selbst geht, wird es komplizierter. Du bist hervorragend darin, die Probleme anderer zu lösen und bemerkenswert schlecht darin, überhaupt zuzugeben, wenn du selbst eines hast. Wenn du Angst hast, wirst du praktisch. Wenn du traurig bist, beschäftigst du dich. Wenn du dir Sorgen machst, wirst du gereizt. Und wenn du jemanden liebst, äußerst sich das vermutlich darin, dass du ihm erklärst, er sei ein gottverdammter Idiot, während du längst dabei bist, ihm aus der Scheiße zu helfen. Alter 43 Jahre Avatar Aubrey Plaza? gesucht Dan Hamilton Du wolltest vor allem eines: weg. Nicht besonders heldenhaft, zumindest hätte Becca das in einem ihrer weniger diplomatischen Momente vermutlich so formuliert. Aber während sie auf das Chaos zu Hause reagierte, indem sie versuchte, irgendwie Ordnung hineinzubringen, hast du ziemlich früh beschlossen, dass manche Dinge vielleicht gar nicht gerettet werden können. Eure Eltern gehörten für dich irgendwann dazu. Schon als Jugendlicher konntest du wenig damit anfangen, dass deine Geschwister ihnen immer wieder neue Chancen einräumten. Noch eine Entschuldigung, noch ein Versprechen - diesmal würde alles anders werden. Du hast dir das eine Weile angesehen und irgendwann aufgehört, daran zu glauben. Nicht aus Boshaftigkeit, du warst einfach müde davon, enttäuscht zu werden. Vermutlich hast du deshalb schon früh eine gewisse Härte entwickelt, wenn es darum geht, Grenzen zu ziehen. Wo andere noch überlegen, ob man nicht doch noch einmal reden könnte, hast du die Tür längst zugemacht. Konsequenz nennst du das. Deine Geschwister haben vermutlich andere Begriffe dafür. Nach der Highschool hast du Chicago verlassen. Nicht irgendwann, sondern sobald es dir möglich war. Die South Side war für dich nie dieser raue Fleck Heimat, an dem trotz allem dein Herz hing. Doch du bist deshalb nicht gefühlskalt. Eigentlich sogar ganz im Gegenteil. Du hast nur begriffen, dass Liebe nicht automatisch bedeutet, jeden verdammten Scherbenhaufen mit aufkehren zu müssen. Deinen Geschwistern gegenüber bist du loyal, nur sieht deine Form davon anders aus. Du telefonierst vielleicht nicht jede Woche und weißt nicht immer als Erster, was gerade in ihrem Leben passiert. Wenn es wirklich darauf ankommt, bist du allerdings da. Nur solltest du nicht erwarten, dass du dabei besonders verständnisvoll reagierst, wenn jemand zum fünften Mal sehenden Auges denselben Fehler gemacht hat. Alter 39 Jahre Avatar Chace Crawford? gesucht Samantha Hamilton Du bist laut. Nicht zwingend in Dezibel, obwohl vermutlich auch darüber diskutiert werden könnte, sondern vor allem in allem, was du fühlst. Freude, Wut, Enttäuschung, Begeisterung – bei dir bekommt nichts davon besonders viel Zeit hinter verschlossenen Türen. Man weiß meistens ziemlich genau, woran man bei dir ist. Praktisch für deine Mitmenschen, wenn auch nicht immer angenehm. Vielleicht ist das einfach deine Art, mit einer Kindheit umzugehen, in der ohnehin ständig irgendetwas los war. In der South Side Chicagos seid ihr mit wenig Geld und dafür umso mehr Problemen großgeworden. Während Becca versucht hat, Ordnung in das Chaos zu bringen und Dan irgendwann nur noch raus wollte, hast du dir angewöhnt, mitten darin zu leben. Wenn schon alles beschissen läuft, kann man wenigstens zusammen am Küchentisch sitzen, sich darüber aufregen und anschließend irgendetwas daraus machen. Du brauchst keine perfekten Umstände, um einen guten Abend zu haben. Impulsiv bist du trotzdem. Sehr sogar. Du kannst innerhalb eines Nachmittags einen Streit anfangen, jemandem ziemlich deutlich die Meinung sagen und zwanzig Minuten später vollkommen selbstverständlich fragen, ob du ihm noch etwas vom Supermarkt mitbringen sollst. Für dich widerspricht sich das nicht einmal. Du warst sauer. Jetzt bist du es eben nicht mehr. Warum sollte man deshalb den ganzen Tag ruinieren? Nachtragend zu sein liegt dir ohnehin nicht besonders. Dafür müsstest du deine Wut wahrscheinlich länger festhalten können, statt sie deinem Gegenüber direkt vor die Füße zu werfen. Wenn dich etwas stört, sagst du es. Und wenn dich jemand verletzt, sieht man es dir an. Große Gefühle besitzt du schließlich reichlich. Besonders gut verstecken kannst du keines davon. Dabei steckt hinter deinem Temperament vor allem ein ziemlich großes Herz. Du bist herzlich, gesellig und wahrscheinlich diejenige, die aus irgendeinem Grund immer noch einen Teller mehr auf den Tisch stellt. Familie ist für dich kompliziert und gelegentlich zum Davonlaufen, aber eben auch Familie. Deine Geschwister können dich in den Wahnsinn treiben und du wirst ihnen das selbstverständlich ausführlich mitteilen. Nur wehe, jemand anderes versucht es. Alter 38 Jahre Avatar Lyndsy Fonseca? gesucht Matt Hamilton Du hast ziemlich früh beschlossen, dass du wenigstens keinen zusätzlichen Ärger machen wirst. Davon gab es zu Hause schließlich schon genug. Hausaufgaben wurden gemacht, Sachen ordentlich weggelegt und Termine nicht vergessen. Klingt nicht wirklich aufregend, aber für ein Kind aus einem chaotischen Haushalt in der South Side Chicagos war Verlässlichkeit beinahe schon Luxus. Denn wenn du nicht bestimmen konntest, ob Geld für die nächste Rechnung da war oder in welchem Zustand eure Eltern nach Hause kamen, konntest du wenigstens bestimmen, ob deine Schulsachen am nächsten Morgen vollständig waren. Du mochtest es zu wissen, was als Nächstes passiert. Mochtest Listen, Absprachen und Menschen, die tatsächlich auftauchten, wenn sie sagten, dass sie auftauchen würden. Diese Gewissenhaftigkeit bist du nie wieder richtig losgeworden. Du bist zuverlässig, organisiert und wahrscheinlich derjenige, dem man einen Termin drei Wochen vorher nennt und der ihn tatsächlich noch weiß, wenn es so weit ist. Spontane Planänderungen findest du dagegen ungefähr so charmant wie einen Wasserschaden. Du kannst damit umgehen. Du möchtest nur gern vorher wissen, dass du damit umgehen musst. Du bist nur deutlich besser darin, Gefühle ordentlich irgendwo zwischen Vernunft und Pragmatismus zu verstauen, als einige deiner Geschwister. Probleme werden analysiert, Lösungen gesucht und erst danach darf man sich darüber aufregen. Zumindest wäre das deine bevorzugte Reihenfolge. Dass andere Menschen sich nicht daran halten, ist bedauerlicherweise eine dieser Sachen, die du trotz aller Planung noch nicht unter Kontrolle bekommen hast. Und genau da liegt vermutlich deine größte Schwäche. Loslassen fällt dir schwer. Hilfe anzunehmen manchmal noch schwerer. Du verlässt dich gern auf dich selbst, denn damit bist du bisher ziemlich gut gefahren. Wenn etwas schiefgeht, suchst du zuerst nach dem Punkt, an dem du es hättest verhindern können – selbst dann, wenn es überhaupt nicht deine Schuld war. Alter 35 Jahre Avatar Grant Gustin? gesucht Josephine Hamilton Du warst selten die Lauteste. Zugegeben, in eurer Familie war die Konkurrenz in dieser Disziplin ohnehin ziemlich groß. Während um dich herum gestritten, diskutiert oder irgendeine neue Katastrophe ausgerufen wurde, hast du dir lieber ein Buch geschnappt und bist verschwunden. Irgendeine Ecke fand sich immer. Und wenn es zu Hause gar nicht mehr auszuhalten war, eben irgendwo außerhalb. Hauptsache ein bisschen Ruhe. Immerhin war das keine Selbstverständlichkeit. Ihr hattet wenig Geld, wenig Platz und Eltern, auf die man sich noch weniger verlassen konnte - so hast du dir deine eigenen Fluchtwege gesucht. Bücher waren einer davon. Stundenlang draußen unterwegs zu sein ein anderer. Du brauchtest nie besonders viel, um dich zu beschäftigen – vermutlich auch deshalb, weil niemand wirklich die Zeit hatte, sich ständig mit dir zu beschäftigen. Still bedeutet bei dir allerdings nicht schüchtern. Du hast nur nie verstanden, warum man jeden Gedanken sofort in den Raum werfen muss. Du hörst lieber erst einmal zu. Beobachtest. Meistens hast du längst begriffen, was eigentlich los ist, während andere noch darüber streiten, wer angefangen hat. Dass du nicht bei jedem Streit mitmischst, bedeutet übrigens auch nicht, dass du keine Meinung hast. Davon besitzt du durchaus genug. Du suchst dir nur aus, wann du sie äußerst. Und wenn es so weit ist, kann ein ruhiger Satz von dir unangenehmer sitzen als zehn Minuten Geschrei. Du brauchst Rückzug bis heute. Zu viele Menschen, zu viel Drama oder einfach zu viel von allem und irgendwann bist du weg. Alter 31 Jahre Avatar Kaya Scodelario? gesucht Norian Hamilton Du bist das Nesthäkchen. Damit bist du zwar im selben Haus, aber irgendwie trotzdem in einer etwas anderen Familie großgeworden als deine älteren Geschwister. Die Nachbarschaft war noch dieselbe, das Geld genauso knapp und eure Eltern nicht plötzlich zuverlässiger geworden. Du hattest allerdings etwas, das die Älteren in deinem Alter nicht hatten: sie. Als du klein warst, waren Becca und Lip bereits Jugendliche. Alt genug jedenfalls, um Aufgaben zu übernehmen, die eigentlich nie ihre hätten sein sollen. Sie holten dich irgendwo ab, machten dir etwas zu essen, halfen dir bei Dingen und hatten ein Auge darauf, dass du nicht vollkommen untergingst. Für dich war das vermutlich lange völlig normal. Andere Kinder hatten Eltern, die sich kümmerten. Du hattest eben zusätzlich eine ganze Handvoll älterer Geschwister, von denen sich erstaunlicherweise meistens irgendeines zuständig fühlte. Vielleicht bist du deshalb ein bisschen unbeschwerter geworden als sie. Du kennst das Chaos bei euch, aber du musstest ihm nie ganz so allein gegenüberstehen. Irgendjemand war schließlich fast immer da. Das hat dich offen, ziemlich unkompliziert und womöglich auch ein kleines bisschen verwöhnt gemacht. Nicht im klassischen Sinne – dafür war bei euch ohnehin kein Geld da. Aber du bist durchaus daran gewöhnt, dass sich jemand kümmert und du besitzt ein gewisses Talent dafür, diesen Umstand zu deinem Vorteil zu nutzen. Du kannst charmant sein, dich aus Dingen herausreden und weißt ziemlich genau, wie weit du bei deinen Geschwistern gehen kannst. Meistens zumindest. Dass du dabei gelegentlich unterschätzt wirst, stört dich vermutlich weniger, als es sollte. Manchmal ist es schließlich ausgesprochen praktisch, wenn alle anderen noch das Nesthäkchen in dir sehen. Denn längst bist du keines mehr. Vielleicht ist genau das inzwischen das Problem. Deine Geschwister erinnern sich noch ziemlich gut an den kleinen Jungen, den sie irgendwo abholen, füttern oder aus irgendeinem Blödsinn ziehen mussten. Du dagegen möchtest nicht für den Rest deines Lebens der Kleine sein, auf den alle ein Auge haben. Auch wenn du zugeben musst, dass es gelegentlich ganz praktisch ist. Alter 28 Jahre Avatar Tanner Buchanan? suchend Philip Hamilton Und dann wäre da natürlich noch Lip. Eigentlich Philip – wobei es Phillip werden sollte, aber euer Vater war bei der Anmeldung offenbar nicht mehr ganz auf der Höhe und hat kurzerhand einen Buchstaben vergessen. Inzwischen ist Lip einundvierzig und vermutlich deutlich unspektakulärer, als seine Vergangenheit vermuten lässt. Er arbeitet im Customer Support, lebt noch immer in Chicago und hat sich ein Leben aufgebaut, das erstaunlich gewöhnlich daherkommt. Für ihn ist das durchaus etwas Gutes. Nach allem, was hinter ihm liegt, hat er ziemlich bescheidene Vorstellungen von Luxus entwickelt. Dass er einiges gegen die Wand gefahren hat, muss dabei niemand schönreden. Lip war abhängig, hat Menschen enttäuscht und euch vermutlich mehr schlaflose Nächte beschert, als ihm heute lieb sein kann. Er weiß das. Nur möchte er deshalb nicht für den Rest seines Lebens der ehemalige Junkie der Familie sein. Genauso wenig, wie Becca ausschließlich die Ersatzmutter und Norian mit fünfzig noch das Nesthäkchen sein sollte. Vergangenheit erklärt schließlich einiges. Sie muss nur nicht zwangsläufig alles bestimmen, was danach kommt. Grundsätzlich ist er ein ziemlich umgänglicher Mensch. Er braucht nicht besonders viel, um zufrieden zu sein, kann wunderbar über sich selbst lachen und nimmt vieles erst einmal leichter, als es vielleicht vernünftig wäre. Dabei gehört er zu den Menschen, die man nur schwer nicht mögen kann. Nicht weil er sich besondere Mühe geben würde, anderen zu gefallen. Lip ist einfach herzlich. Er hört zu, merkt sich irgendwelche beiläufig erwähnten Kleinigkeiten und hilft meistens schon, bevor daraus eine große Sache gemacht werden muss. Viel Aufsehen macht er darum nicht. Wahrscheinlich würde er ohnehin behaupten, dass das doch selbstverständlich sei. Ein bisschen Schalk hat er sich trotz allem bewahrt. Vielleicht sogar erstaunlich viel davon. Beispielsweise kann Lip in Gesellschaft mitten im Supermarkt anfangen vollkommen überzeugt zu irgendeinem furchtbaren Popsong zu lipsyncen. Fremde Blicke stören ihn dabei herzlich wenig. Würde man ihn darauf hinweisen, dass er ein erwachsener Mann von einundvierzig Jahren ist, wäre seine Reaktion vermutlich vor allem die Frage, was genau das jetzt damit zu tun haben soll. Überhaupt steckt in ihm noch immer etwas angenehm Unbekümmertes. Lip kann albern sein, Blödsinn machen und sich ehrlich über Kleinigkeiten freuen. Das bedeutet allerdings nicht, dass er oberflächlich durchs Leben geht. Eher im Gegenteil. Hinter all der Leichtigkeit steckt ein Mann mit einer ziemlich intensiven Gefühlswelt. Er liebt stark, hängt an Menschen und nimmt sich Dinge häufiger zu Herzen, als man ihm ansieht. Alter 41 Jahre Avatar Adam Brody Schlussworte Manchmal braucht es einen zweiten Versuch. Oder einen dritten. Vielleicht auch einen vierten. Bei den Hamiltons hat irgendwann ohnehin niemand mehr mitgezählt. Aber wer weiß – vielleicht ist genau jetzt der Moment gekommen, diesem chaotischen Haufen ein bisschen Leben einzuhauchen. Gestatten: Lore, Spielerin meines altgeliebten Lips. Alter Charakter, einmal entstaubt, neu eingekleidet und inzwischen sogar erstaunlich erwachsen. Zumindest auf dem Papier. Nach einigen Jahren in der Schublade darf er nun noch einmal losziehen und herausfinden, ob dieses ominöse Glück, von dem immer alle reden, vielleicht doch irgendwo für ihn herumliegt. Und weil allein glücklich werden irgendwie langweilig wäre, würde er sich vermutlich ziemlich darüber freuen, wenn seine Geschwister ebenfalls wieder in sein Leben stolpern. Freiwillig oder anderweitig. Die Voraussetzungen dafür waren schließlich schon immer hervorragend. Abwesende Mutter, alkoholkranker Vater, sechs Geschwister und ein Kontostand, bei dem selbst die berühmte Kirchenmaus vermutlich mitleidig ein paar Dollar dagelassen hätte. Aufgewachsen in der South Side Chicagos hatten die Hamiltons also reichlich Gelegenheit, zu merken, dass das Leben selten nach Plan läuft. Spuren hat das natürlich hinterlassen. Manche ziemlich offensichtlich, andere haben sich irgendwo unter Humor, Kontrollzwang oder einer großen Klappe versteckt. Genau deshalb sollen die Beschreibungen oben aber keine fertig geschnürten Charakterpakete sein. Die Grundidee und ein paar Eckpunkte stehen, alles dazwischen darf und soll mit eigenen Ideen gefüllt werden. Mir ist wichtig, dass jedes Geschwisterkind auch abseits der Familie ein eigenes Leben besitzt. Eigene Freunde, Beziehungen, Probleme, Ziele, schlechte Entscheidungen und gern auch Dinge, von denen der Rest der Hamiltons besser niemals erfahren sollte. Ihr sollt miteinander spielen können – aber nicht aufeinander angewiesen sein, damit eure Charaktere funktionieren. Auch bei Beruf, Lebenslauf und allem, was in den vergangenen Jahren passiert ist, gibt es entsprechend viel Spielraum. Solange Herkunft, Alter und ein gewisses Maß an Realismus berücksichtigt werden, dürft ihr euch austoben. Aus dem Kind, das damals mit fünf Dollar in der Tasche durch die South Side gelaufen ist, sollte vielleicht nicht unbedingt mit 23 der milliardenschwere Erbe eines Schweizer Bankimperiums geworden sein. Aber ich denke, wir verstehen uns. ;) Die genannten Avatare sind ebenfalls eher ein freundlicher Vorschlag als in Stein gemeißeltes Gesetz. Mit einer klitzekleinen Absprache lässt sich daran also problemlos rütteln. ♥ Was ich am Ende eigentlich suche? Keine sechs Statisten für Lips Familienalbum, sondern sechs eigenständige Charaktere, die zufällig denselben ziemlich verkorksten Stammbaum teilen. Sie dürfen sich lieben, sich streiten, sich wochenlang nicht melden und trotzdem nachts um drei ans Telefon gehen. Eben Geschwister. Hamiltons halt. Irgendwer muss den Laden schließlich am Laufen halten. Bei Interesse kannst du gern ins Gesuch steppen oder mit mit via Discord Kontakt aufnehmen: lore.wanderer Liebe Grüße, Lore |