
Du hast euren kleinen Garten schon immer geliebt. Die Kirschblüten im Frühjahr, die akkurat gestutzten Büsche, die Obstbäume entlang der Natursteinmauer und den weißen Marmor rund um den ausladenden Swimmingpool, der in der Sommersonne beinahe genauso strahlte, wie du selbst. Damals hast du ein leichtes weißes Sommerkleid getragen, dessen Stoff sich sanft über deinen inzwischen deutlich sichtbaren Bauch spannte. Theodore hatte behauptet, du sähest aus wie aus einem Gemälde der Romantiker entsprungen. Du hattest gelacht und die Augen verdreht, obwohl dir sein Blick verraten hatte, dass er es ernst meinte.
Damals schien alles vollkommen. Ein schönes Haus. Eine sichere Zukunft. Ein brillanter Mann an deiner Seite. Und bald würdet ihr zum zweiten Mal Eltern werden. Das Leben schien perfekt.
Doch irgendwann wurdest du aus deinen Sommerträumen gerissen, trotzdem schwelgst du manchmal noch immer in den guten alten Erinnerungen.
Du erinnerst dich noch gut an deine Zeit an der renommierten Northwestern University. An die langen Flure aus dunklem Holz, an den Geruch alter Bücher und an Theodore Levy, der selbst damals schon wirkte, als wäre er direkt einem elitären Wissenschaftsmagazin entsprungen: Hochgebildet, ruhig, kontrolliert, fast einschüchternd kultiviert. Und trotzdem warst ausgerechnet du einer der wenigen Menschen, die ihn sprachlos machten. Zwischen Fachkonferenzen, Forschungsarbeiten und langen Nächten voller tiefgründiger Debatten und Diskussionen entstand irgendwann etwas Ernstes zwischen euch.
Du warst nie eine Frau, die laut sein musste, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Menschen hörten dir auch so zu. Vielleicht lag es an deiner ruhigen Stimme, deiner kontrollierten Körpersprache oder diesem intelligenten Blick, der oft wirkte, als würdest du andere längst durchschauen, bevor sie selbst verstanden hatten, was sie eigentlich fühlten. Während Theodore sich oft in philosophischen Gedankengängen verlor und zwischen Emotionen und Menschlichkeit arbeitete, warst du analytischer und rationaler gewesen. Du liebtest die Diagnostik, Forschung und klare Muster. Gemeinsam wart ihr brillant – das perfekte Psychologen-Paar, wenn man anderen Leuten glauben schenken mochte.
Ihr habt geheiratet, zwei Töchter bekommen und euch ein Leben aufgebaut, das beneidenswert wirkte. Große Fensterfronten, Sommerabende am Pool, Dinnerpartys mit Akademikern und Ärzten, Diskussionen über Fachliteratur bei einem Glas Wein. Es hätte ewig so weitergehen können.
Bis es das eben irgendwann nicht mehr tat.
Denn Menschen verändern sich. Gefühle ebenso. Und manchmal bedeutet Liebe nicht automatisch, dass zwei Menschen für immer die gleiche Version eines gemeinsamen Lebens wollen.
Theodore begann irgendwann zu begreifen, dass ein Teil von ihm selbst jahrelang verborgen geblieben war. Dennoch seid ihr daran nicht vollständig zerbrochen. Vielleicht auch deswegen, weil Teddy es gewesen ist, der sich dir als erstes anvertraute: Er war homosexuell und fühlte sich zu Männern hingezogen. Nach all den Jahren war das für dich ein Schock, ohne Frage.
2015 kam es zunächst zu einer räumlichen Trennung zwischen euch. Zuvor gab es viele leise Gespräche hinter verschlossenen Türen, erschöpfte Blicke und die gemeinsame Entscheidung, zumindest für eure Töchter weiterhin eine Familie zu bleiben. Die Scheidung hat einige Jahre lang auf sich warten lassen. Vielleicht aus Loyalität. Vielleicht auch, weil manche Formen von Liebe nicht einfach verschwinden, selbst wenn sie sich verändern. Du sahst in diesem Augenblick zum ersten Mal einen gebrochenen Mann, den seine Schuldgefühle und Selbstzweifel förmlich auffraßen, da er versuchte, gleichzeitig Vater, Sohn, Psychologe und jemand zu sein, der endlich ehrlich mit sich selbst war. Ehrlich damit, dass er sich zu Männern hingezogen fühlte. Und obwohl deine gesamte Welt ins Wanken geriet und etwas in dir zerbrach, bist du geblieben, hast deinen Mann in den Arm genommen und mit ihm zusammen Tränen vergossen. Vielleicht für dich selbst, um dich selbst zu heilen; oder um seinetwillen, um eure Kinder, um all das, was nun nicht mehr wie früher sein wird.
Und dann geschah etwas, das deine Contenance auf die Probe stellte und die sonst so kontrollierte Fassade bröckeln ließ: Theodores erster Freund. Eine Made, die es sich erdreistete, sich in das Herz deines Noch-Ehemannes zu graben und es ohne Rücksicht herauszureißen, darauf herumzutrampeln, wann immer es diesem Aas gefiel. Du hast früh erkannt, dass diese Beziehung Theodore nicht gut tat, dass sie ihn auslaugte und emotional zermürbte. Dass da ständige Schuldgefühle, emotionale Abhängigkeit und dieses unterschwellige Gefühl waren, niemals gut genug zu sein. Und du musstest hilflos dabei zusehen, wie ein Mensch, den du trotz allem geliebt hast und immer noch liebst, immer weiter in etwas toxisches hineingezogen wurde. Doch wieder einmal bist du als Freundin an seiner Seite geblieben, hast ihm durch die Trennung geholfen und hättest seinen Ex durch die Hölle und zurückgejagt, wäre Teddy nicht so gutmütig gewesen und hätte dich gebeten aufzuhören.
Du hast auch als treue Weggefährtin und Freundin an seiner Seite gestanden, weil du wussest, dass er dich brauchte, besonders, als er sich schließlich offiziell gegenüber euren Familien outete. Die Scheidung wurde schließlich auch durch ihn auf den Tisch gebracht, obwohl er dadurch einen Teil seines bisherigen Lebens zu verlor.
Du bist nicht die klassische Exfrau, denn eure Bindung hat sich verändert, ist zu einer tiefen Freundschaft geworden und einer gegenseitigen Achtung vor der Liebe, die da einmal zwischen euch gewesen ist. Denn du kennst Theodore besser als irgendjemand sonst. Menschen hielten ihn oft für unerschütterlich, doch du weißt, wie sensibel Theodore in Wahrheit sein kann. Und er bewundert deine Stärke und Loyalität, und, dass du dich wie eine Löwenmutter immer vor deine Töchter und Liebsten stellst.
Beruflich bist du nach wie vor erfolgreich. Du arbeitest im klinischen und diagnostischen Bereich, veröffentlichst gelegentlich Fachartikel und hältst Vorträge. Menschen beschreiben dich oft als schwer greifbar oder beinahe einschüchternd, obwohl du in Wahrheit lediglich vorsichtig geworden bist, wem du deine verletzlicheren Seiten zeigst. Zu euren Töchtern hast du ein enges Verhältnis, auch wenn beide unterschiedlicher kaum sein könnten. Cat hat vieles von deiner kontrollierten und vernünftigen Art geerbt, während Ellie dich regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. Und dennoch liebst du eure kleine Familie mehr als alles andere auf der Welt.
Und dann wäre da noch Santiago Rojas, derjenige, der Theodores Herz seit nunmehr sechs Jahren in seinen Händen hält und inzwischen ein Teil der Familie geworden ist, obwohl da noch immer das leise Gefühl von Misstrauen mitschwingt, da die beiden Männer nicht unterschiedlicher sein könnten.
Seit im November 2023 das Attentat auf Teddy verübt wurde und er nur knapp die Schussverletzung überlebte, verfolgst du seinen Weg zur Genesung aufmerksam, dachtest du doch, du hättest ihn für immer verloren. Selbstverständlich unterstützt du ihn auch dabei. Du hoffst, dass sich Teddy ins Leben zurückkämpfen wird und wieder zu dem Mann werden kann, den du einst so sehr geliebt hast.
Theodore Levy ist, wie bereits erwähnt, der Exmann von Beccs und er nennt sie liebevoll seine „emotional support wifey“, natürlich nur, wenn keiner hinhört. Als klinischer Psychotherapeut und forensischer Gutachter gehört Teddy zu den Menschen, die gleichzeitig Wein richtig dekantieren und dich psychologisch auseinandernehmen können. Kultiviert, intelligent und chronisch besserwisserisch bewegt er sich meist zwischen Fachliteratur, teuren Restaurants und dem festen Glauben, grundsätzlich der vernünftigste Mensch im Raum zu sein — was zugegebenermaßen oft sogar stimmt.
Auch wenn Teddy aktuell mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen hat und gleichzeitig einen Kampf gegen sich selbst führt, um die Hoffnung nicht zu verlieren, wünscht er sich nichts mehr, als dass es Rebecca und den gemeinsamen Töchtern gut geht. Er ist nach wie vor ein liebevoller Vater und zögert nicht, Rebecca in seine neuesten Forschungserkenntnisse einzuweihen. Ebenso verfolgt er weiterhin interessiert ihre Arbeit und freut sich jedes Mal, wenn er einen neuen Fachartikel von ihr zu lesen bekommt.
Nach dem Attentat 2023 ist Teddy größtenteils auf Rollstuhl und Krücken angewiesen und verarbeitet die Sache ungefähr so gesund, wie man es von einem Psychotherapeuten erwarten würde: mit Sarkasmus, überteuertem Rotwein und der konsequenten Behauptung, dass es ihm selbstverständlich „blendend“ geht.
Der 45-Jährige Detective Sergeant lernte den Psychologen bereits zwischen 2012 und 2016 auf rein beruflicher Ebene kennen. Erst 2018 lud der Jüngere mit kubanischen Wurzeln den Psychologen zu einem Date ein. Daraufhin folgten weitere und seit 2019 ist er offiziell der Mann an Teddys Seite und seither nicht mehr aus dem Leben des anderen wegzudenken. Santi hat Temperament, er kann furchtbar albern sein, lädt andere gern dazu ein mit ihm das Tanzbein zu schwingen und lässt nichts unversucht seinem Liebsten ein Lächeln zu entlocken. Auch mit Teddys Töchtern Cat und Ellie versteht er sich mittlerweile blendend, aber man betitelt ihn besser nicht als Stiefvater. Das Attentat auf Teddy hat auch Rebecca und Santiago ein wenig näher zusammengebracht.
Vielleicht wären Teddy und Santiago inzwischen verheiratet, wenn dieser eine schreckliche Tag nicht gewesen wäre. Dass der agile und lebenslustige Ermittler auch heute noch an Theodores Seite steht, mag einige verwundern, doch nicht Santi, denn er hat sein Herz längst an den liebenswürdigen Psychologen verloren. Er hat sich in das Gefüge dieser bunten Patchwork-Familie integriert und er hofft, auf noch viele gemeinsame Familienfeiern mit Rebecca, den Kindern und natürlich Teddy.
Schön, dass du es bis hierhin geschafft hast :) Die Beziehung zwischen Rebecca und Santiago ist noch nicht genau definiert, um hier noch etwas Spielraum für deine Ideen zu lassen. Es wäre uns nur wichtig, dass Beccs Santi nicht abgrundtief hasst, schließlich kommen die genannten Parteien sicherlich auf dem einen oder anderen Familienfest zusammen. Und da Teddy sowohl Beccs als auch Santi als einen festen Bestandteil seines Lebens sieht, wäre es schade, wenn da verhärtete Fronten herrschen, gerade in der aktuellen Lage.
Claudia und ich sind ziemlich entspannte RPG-Hasen und posten so alle 2-3 Wochen oder auch mal häufiger. Eine gewisse Regemäßigkeit ist vorhanden. Unsere Postlänge variiert und liegt so zwischen 500 bis 1.500 Wörter (bzw. etwa 3.000 bis 8.000 Zeichen), aber da sind wir anpassungsfähig. Wir bevorzugen deutsche Texte und Dialoge und sind immer offen fürs Brainstormen und neue Ideen. Gleichzeitig sind wir entspannt und sehen das RPG als ein Hobby und haben Verständnis dafür, wenn mal die Muse ausbleibt oder das Privatleben Vorrang hat.
Als Faceclaim für Beccs haben wir uns für Charlize Theron entschieden, weil sie diese gewisse Stärke, Eleganz und Eloquenz ausstrahlt. Alternative Vorschläge sind gern gesehen, jedoch behalten wir uns ein Veto-Recht vor.
Der Vorname des Charakters sollte bitte so beibehalten werden, weil Teddy leider davon angefixt ist :) Ihr Nachname (Mädchenname) ist aber änderbar. Beruflich sehen wir sie, wie auch Theodore, als Psychologin, aber hier ist das Feld breigefächert: Ist sie in der Forschung tätig, Dozentin/Professorin, Therapeutin in der gleichen Gemeinschaftspraxis wie ihr Exmann oder hat sie sich anders spezialisiert?
Die älteste gemeinsame Tochter ist übrigens aktuell 32 Jahre alt, entsprechend sollte das bei der Alterswahl von Rebecca bedacht werden (auch, weil sie sicherlich durch die Schwanger- und Mutterschaft etwa ein Semester aussetzen musste).
Wir freuen uns auf deine Vorstellungen und Ideen zum Charakter und auf das Gespräch mit dir. Wir möchten uns vorbehalten evtl. auch auf einen Probepost von dir zurückzugreifen, nur, um beurteilen zu können, ob wir miteinander schriftlich harmonieren.
Für weiteren möglichen Anschluss können bereits bespielte, gemeinsame Freunde von Teddy und Santiago herhalten, z.B. Reed Sheridan, Kasia Mazur oder Nathaniel Alwirk. Mit Sicherheit finden sich aber noch einige andere Relations! Wir planen übrigens auch noch Gesuche für die beiden Töchter, sodass wir hoffentlich künftig kunterbunte Familienabende ausschreiben können. Und natürlich steht es dir frei für Rebecca später selbst Gesuche zu verfassen.
SG & TaW: 02.06.2026
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